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Die JAV vertritt die Interessen von jungen Beschäftigten unter 18 Jahren, Auszubildenden und dual Studierenden. Foto: Colourbox/beh
JAV Warum die Jugend- und Auszubildendenvertretung so wichtig ist
Starke Stimme, starke Zukunft: Wer sorgt dafür, dass deine Ausbildung fair abläuft? Die Antwort steckt in drei Buchstaben: JAV.
Nachwuchskräfte treiben den Erfolg von Dienststellen und Betrieben voran: Sie bringen frische Ideen ein, fühlen sich in der digitalen Welt zuhause und betrachten Arbeitsprozesse aus neuen Perspektiven. Sie wissen genau, was sie von ihrer Ausbildung und ihrem Berufseinstieg erwarten: Wertschätzung, faire Bedingungen, persönliche Entwicklung und echte Zukunftschancen.
Die Jugend- und Auszubildendenvertretung – kurz JAV – spielt eine entscheidende Rolle, um diese Erwartungen zu erfüllen. Sie gestaltet Arbeitsplätze moderner, attraktiver und zukunftsfähiger.
Was zeichnet eine gute Ausbildung aus?
Ein klar strukturierter Ausbildungsplan sorgt dafür, dass alle wichtigen Themen rund um den Job vorkommen. Abwechslungsreiche Inhalte halten die Ausbildung spannend. Moderne Arbeitsmittel erleichtern die Arbeit und spiegeln den aktuellen Stand der Technik. Gut qualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten die Azubis intensiv und geben ihnen Sicherheit beim Lernen.
Was macht die Jugend- und Auszubildendenvertretung?
Die JAV vertritt die Interessen von jungen Beschäftigten unter 18 Jahren, Auszubildenden und dual Studierenden. Dabei arbeitet sie eng mit dem Betriebs- beziehungsweise Personalrat zusammen.
Außerdem achtet die JAV darauf, dass jede Ausbildung Qualitätsstandards erfüllt, und alle Regeln, Tarifverträge und Vereinbarungen eingehalten werden. Schließlich soll die Ausbildung keine Beschäftigungstherapie sein, sondern Wissen und Können vermitteln.
Die JAV kämpft für faire Bedingungen. Sie setzt sich für gesunde Arbeits- und Lernzeiten, klare Regelungen zu Pausen und Urlaub sowie für faire Leistungsbewertungen ein. Respekt im Umgang steht dabei immer an erster Stelle.
Auch Gesundheitsschutz bleibt ein großes Thema – vor allem, wenn Stress, Prüfungsdruck oder psychische Belastungen auftreten.
Ebenso wichtig: die Zukunft nach der Ausbildung. Die JAV bringt sich aktiv in Gespräche über Übernahmechancen, Weiterbildungsmöglichkeiten und langfristige Perspektiven ein. Wer früh weiß, was er erwarten kann, bleibt motiviert und dem Betrieb verbunden.
Als direkte Ansprechpartnerin hört die JAV jungen Beschäftigten zu, nimmt ihre Sorgen ernst und behandelt ihre Anliegen vertraulich. Wenn Probleme auftauchen, sammelt sie die Fälle, sucht gemeinsam Lösungen und bringt Vorschläge in die betrieblichen Gremien ein. So klärt die JAV im Idealfall mögliche Konflikte, bevor sie entstehen.
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Warum lohnt das Engagement in der Jugend- und Auszubildendenvertretung?
Die Arbeit in der Jugend- und Auszubildendenvertretung macht Mitbestimmung greifbar: Wer sich engagiert, übernimmt Verantwortung, vertritt die eigenen Interessen und erlebt, dass Beteiligung tatsächlich Veränderungen bewirken kann.
Dieses Engagement stärkt nicht nur die Mitglieder persönlich, sondern auch die demokratische Kultur im Betrieb.
Kurz gesagt: Eine starke JAV steht für eine moderne Ausbildungskultur – offen, fair, dialogorientiert und zukunftsgerichtet. Sie sorgt dafür, dass junge Menschen beruflich durchstarten und sich langfristig weiterentwickeln können.
Text: Felix Reising