Dieses Jahr werden Betriebs- und Personalräte neu gewählt. Eine starke Wahlbeteiligung ist von großer Bedeutung, betont der Chef der dbb jugend.
Ausufernde Bürokratie. Schleppende Digitalisierung. Mangelhafte Ausstattung. Das sind nur einige Beispiele für Probleme, mit denen Beschäftigte im öffentlichen Dienst konfrontiert sind. Hinzu kommen noch weitere Probleme, die im Berufsleben mitunter nicht ausbleiben: unfaire Behandlung, ungerechtfertigte Kündigungen und unzumutbare Arbeitsbedingungen.
In diesen Fällen können Personalvertretungen helfen. In der freien Wirtschaft, also auch in den privatisierten Bereichen der Daseinsvorsorge wie Bahn, Post und Luftverkehr, ist das der Betriebsrat – und im öffentlichen Dienst der Personalrat. Um die Belange der jungen Generation kümmern sich insbesondere die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV).
Personalvertretungen denken voraus und gestalten den Arbeitsplatz im Sinne der Beschäftigten.
Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend
„Die Gremien können nur mit starker Stimme sprechen, wenn sie ein starkes Mandat haben“, sagt Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend. „Einen Betriebsrat, den die Belegschaft mit einer Wahlbeteiligung von 80 Prozent ins Amt gewählt hat, nehmen die Arbeitgebenden ernst. Wenn die Wahlbeteiligung bei nur 30 Prozent liegt, ist es deutlich schwieriger. Da kommt schnell die Unterstellung, man würde gar nicht für alle Beschäftigten sprechen.“
Für den Vorsitzenden der dbb jugend geht es vor allem auch um die Wahrnehmung demokratischer Rechte; ein hohes Gut und bei Weitem keine Selbstverständlichkeit. „Die Wahlen sind Ausdruck gelebter Demokratie. Personalvertretungen denken voraus und gestalten den Arbeitsplatz im Sinne der Beschäftigten“ – die Einflussmöglichkeiten sind enorm. Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
Fandrejewski resümiert: „Geht zur Wahl, das ist entscheidend. Es geht um eure Interessen, euer Wohlbefinden und eure Zukunft am Arbeitsplatz!“
Redaktion: cdi